| Der Mann, der zu wenig wusste/ ??brig geblieben ist nur der Rest | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 23. September 2008 um 03:10 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Eine wunderschöne gute Nacht, Euch da drau??en!
Jaja, ich wei??, ich schreib viel zu selten und viel zu unregelmä??ig und... Schande über mich! Aber jetzt hab ich was zu Schreiben - fernab vom Wetter: Im Moment kann ich nicht schlafen. Mir geht so einiges durch den Kopf. Familien, zum Beispiel. Zum Thema Familie ist mir in den letzten Tagen klar geworden, dass sich in meinem Umfeld ganz viele Menschen befinden, deren eigentliche Familie eigentlich gar keine Familie ist. Meistens - nicht immer - liegt das primär am Vater. Eine gute Freundin von mir, zum Beispiel, hat ein ähnliches Problem wie ein guter Freund von mir - im Prinzip haben sie also beide das Gleiche
- : Der Vater war zwar die ganzen Jahre anwesend ( obwohl die Eltern geschieden waren), aber nie präsent. Selten interessiert. Und es soll sogar Fälle gegeben haben, wo der Vater weder Schuhgrö??e, noch Schulklasse, noch Namen der Freunde der eigenen Tochter oder des eigenen Sohnes gekannt hat. Warum das so war, das lässt sich natürlich nur vermuten. Und ich denke, auch die Kinder können das nicht genau sagen. Ich glaube, dass vor allem die Menschen - die selbst mit ihrer Familie, in die sie praktisch "reingeboren" wurden - nicht zufrieden sind, im Vergleich zu Menschen mit einem "intakten Familienleben" dazu neigen, sich recht schnell ihre eigene Familie aufzubauen. Das ist natürlich nur 'ne Vermutung und sicherlich kann ich's weder beweisen, noch belegen. Aber es läge ja nahe. Frei nach dem Motto "Haste' keine, mach' Dir eine." Dass das natürlich auch ganz schnell wieder in die Hose geht und die Scheidungskinder vielleicht dann auch dazu neigen, beim ersten Versuch "auf die Nase zu fallen" und sich auch scheiden lassen, liegt auch nahe. Zumindest würde sich der Kreis so halbwegs wieder schlie??en. Sind im Prinzip nur Beobachtungen, die ich so gemacht habe. Vielleicht ist es aber auch alles nur'n blöder Zufall gewesen. Aber um nochmal auf das Thema Väter zurückzukommen: Welches Verhältnis habt Ihr zu Euren Vätern? Und welches zu Euren Müttern? Ich hab ja früher immer die Frauen auf den Spielplätzen reden höten "... Also Söhne haben tendenziell ein besseres Verhältnis zum Vater und die Mädchen haben's dann eher auf die Mutter abgesehen." Wobei ich glaube, dass dieses Schema "Männer-" bzw. "Frauenfreundschaft" in den wenigstens Fällen greift. Eine weitere Freundin von mir (schon etwas älter, um die 30) sagte mal: "Die Väter denken meistens, es ist damit getan, die Kohle nach Hause zu schleppen und die Frau kümmert sich dann um den Rest. Macht den Haushalt, kümmert sich um die Kinder, etc. pp. " - Wer auf solche alten und wirklich beschissenen Rollenmuster steht, dem sei's gegönnt. Aber was ich mich frage, ist: Wo bleibt der Rest? Ich meine, wo bleibt das "Mein Vater fährt mich um vier zum Kindergeburtstag und holt mich um acht wieder ab" ? Oder wo bleibt das "Meine Buntstifte sind abgebrochen, mein Vater und ich gehen nach seiner Arbeit in die Stadt und kaufen ein neues Päckchen" ? Unabhängig davon, ob wir von Sohn oder Tochter reden. Ich meine, wo bleibt der Rest? Auch als Mann muss es doch abartig unmachbar sein, eins oder mehrere Kinder in die Welt zu setzen und sich dann am Ende nicht drum zu kümmern. Oder vielleicht: Sich drum zu kümmern, wenn das Kind noch klein und halbwegs pflegeleicht ist, was den sozialen Umgang angeht. Ich meine, Windeln wechseln oder Babybrei anrühren ist bei Weitem nicht halb so schwer, wie mit der 14-jährigen pubertierenden Tochter 'ne Jeanshose kaufen zu gehen, das ist klar. Klar ist aber auch, dass ich mich genau an eine Freundin in meinem Umkreis erinnere, die ich immer wirklich wegen ihres Vaters beneidet habe. Marias Vater Mario war stets - und ich meine wirklich IMMER - hoch motiviert, engagiert und interessiert, was seine Töchter (Maria hat noch eine kleinere Schwester) betraf. Jede Woche zum Tennisunterricht oder Röhnrad gefahren und abgeholt, Sportschuhe gekauft und sich bei den Hausarbeiten mit an den Küchentisch gesetzt. Er wusste, was man als Geburtstagsgeschenk auf den Tisch legen konnte und dass die Socken durchgescheuert waren. Abgesehen davon waren alle ihre Freunde namentlich in seinem Hirn abgespeichert. Weil er's wollte - oder weil sie's nicht anders konnten. Die Mutter war selbstständig und auch Mario hat gearbeitet. Aber nach der Arbeit hat er seinen Töchtern was zu Essen gekocht und ich war in der vierten, fünften, sechsten und auch in der siebten Klasse fast jeden Tag zu Besuch. Meine Eltern waren ja auch beide voll berufstätig. (Sind sie ja immernoch, genau wie Marias.) Wenn Euch was dazu einfällt, schreib es mir. Ansonsten wünsche ich Euch Nachtschwärmern eine geruhsame Nacht und einen entspannten Morgen! Tessa. |
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| Kommentare (19) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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In the 60s i can look back at the 1910,1920, 1930, era and wonder how they could live the way they did, then you take a kid now and show them the 50 or 60s, and they would think it was the stone age. When you get married and are raising a family you too will feel and live the real life and make do with what you have.

