| Einsicht ja, Aussicht nein./ Lieber Sommersprossen als gar keine Gesichtspunkte. | |||||||||||||||||||||||||||||||||
| 17. Mai 2010 um 12:32 | |||||||||||||||||||||||||||||||||
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Ja, die Liebe ist wirklich ein seltsames Spiel.
Meiner Meinung nach gibt es drei Arten von Liebes-Menschen auf diesem Planeten: Die mit der Bindungsangst, die mit der Verlustangst und die, die aus beidem bestehen. Letztere sind - glaube ich - die härtesten Nüsse und kaum knackbar. Es sei denn, man ist Diplom-Psychologin. Sie wollen nicht, dass Du da bist, wollen nicht, dass Du gehst, aber sie wollen auch kein Hin und Her. Sie sind enttäuscht, wenn Du sie hängen lässt, sind selbst aber die Unbeständigsten und Unzuverlässigsten überhaupt. Im Prinzip sind sie wie kleine Kinder: Du liebst sie und sie können sich auf Dich verlassen. Aber Dich selbst nehmen sie als ziemlich selbstverständlich hin, wiegen sich in Sicherheit und haben keinerlei Gespür für die Beständigkeit miteinander. Sie ist einfach da. Aber Du kannst Dich nicht auf ein Kind verlassen. Die Frage ist, ob man es sich nicht ein Bisschen einfach macht, das alles unter "Narzissmus" zu verbuchen. Die Frage ist auch, ob man es sich nicht ein Bisschen schwierig macht, wenn man _nicht_ sagt: "Das ist alles nur eine schwierige Phase, das geht vorbei." Die Frage ist, ob man sich als Mensch womöglich schnell "verwunschzetteln" kann, wenn man immer nach dem Mehr oder dem Besser Ausschau hält. Andererseits: Ansprüche können nie zu hoch sein, oder? Manchmal würde ich gerne sagen: "Liebes, dass jemand, der mir so nahe steht, solche Sorgen und Nöte hat, war mir nicht bewusst." - Aber das wäre gelogen. Es ist mir ja bewusst. Nur kann ich nichts daran ändern. Wir haben die Wahl - und damit auch die Qual, uns immer wieder entscheiden zu können, was, wer und wie wir eigentlich sein wollen. Ich sage: "Es hätte unser Sommer werden können." Er sagt: "Ja, und dann unser Winter und dann wäre es schon wieder unser Jahr gewesen und dann käme noch eines und noch eines und wann auch immer man sich dann trennen würde, es täte mehr weh. Vielleicht sitzen wir dieses Jahr zusammen glücklich unter'm Weihnachtsbaum - aber das Jahr drauf bist Du oder ich wieder allein und traurig." Und ich sage: "Wieso? Dann wären es halt unsere 5 Jahre gewesen. Oder auch 10. Man muss doch nicht immer gleich davon ausgehen, dass man sich zeitnah trennen könnte. Man könnte doch auch einfach mal durchhalten." Und er sagt: "Aber ich will doch um jeden Preis meine Freiheit haben!" Und ich sage: "Aber warst Du nicht auch derjenige, der anfänglich gesagt hat, er will etwas Zukunftsorientiertes? Dass "alles auf Zukunftskurz steht" hast Du gesagt." Und er sagt: "Ja, aber jetzt sind wir in der Zukunft." Und ich sage: "Nein, wir sind in der Gegenwart." Und er sagt: "Hm." Dann starren wir uns eine Weile an und ich füge hinzu: "... Wie eine Löwin." Und er sagt: "... Wie ein Vogel Strau??." Keine Liebe fühlt sich aber irgendwie auch anders an. In diesem Sinne... Tessa. PS: "Die Liebe ist freundlich und geduldig. Sie kennt weder Neid noch Selbstsucht. Sie ist nicht überheblich und prahlt nicht. Sie ist nicht verletztend, noch auf sich selbst bedacht. Sie ist weder reizbar noch nachtragend. Die Liebe erträgt alles und sie glaubt alles, sie hofft alles und hält allem stand." und: "Es ist Unsinn, sagt die Vernunft. Es ist Unglück, sagt die Berechnung. Es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst. Es ist aussichtslos, sagt die Einsicht. Es ist lächerlich, sagt der Stolz. Es ist leichtsinnig, sagt die Vorsicht. Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung. Es ist, was es ist, sagt die Liebe." aber auch: "Wozu brauche ich Freiheit? Das Glück besteht nur darin, da?? ich liebe, da?? ich danach strebe, in ihren Wünschen, in ihren Gedanken aufzugehen, da?? ich also gar keine Freiheit habe - darin allein besteht das Glück!" |
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| Kommentare (11) | |||||||||||||||||||||||||||||||||
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or has our love for each other gotten stronger?

